Die Zahl der Fahrzeuge mit Aluminium-Bauteilen steigt beständig an, keine Karosseriewerkstatt kann diese Tatsache ignorieren und sich dem Thema Alu Reparatur entziehen. Für die erfolgreiche ALU Reparatur ist es sehr wichtig, die wesentlichen Unterschiede zur herkömmlichen Stahlblech-Instandsetzung genau zu kennen.

Hier sind fünf wichtige Punkte, die es bei der ALU Reparatur zu beachten gibt.

AluSpot E FV

Anschluß 110 < 230V
Absicherung 16 A
Ausgangsleistung max. 7.500 A
Steuerung Kontakt
Einstellung 10 Stufen
Kondensatorenkapazität 53 mF
Schutzklasse IP 21
Abmessungen /mm 210x240x360
Gewicht /mm 14,0 kg




Zuerst gilt es die Reparaturstelle frei zu legen, d.h. Farbe zu entfernen. Hierbei haben sich pneumatische Schleifgeräte mit weichen Reinigungs-Schleifscheiben bestens bewährt. Grundsätzlich gilt: Benutzen Sie in jedem Fall einen gesonderten Werkzeugsatz, exklusiv für die Alubearbeitung und vermeiden Sie die Kontaminierung der Reparaturstelle mit Metallstäuben.
Kontaktkorrosion ist bei Nichtbeachtung die sichere Folge und verhindert eine erfolgreiche Reparatur.
Aluminium muss zur besseren Bearbeitung auf eine Temperatur von ca. 200 °C erhitzt werden, so ist das Material leichter in Form zu bringen. Die Stabilität des Bauteils wird durch mechanische Bearbeitung und anschließende Abkühlung der Reparaturstelle erreicht. Temperaturen jenseits der 300 °C sind in jedem Fall zu vermeiden und führen zum Verlust der Materialeigenschaften.
Aluminium ist ein hoch leitfähiger Werkstoff, das Aufbringen der Bolzen erfordert den Einsatz eines leistungsstarken Kondensatorentladungs-Schweißgerätes mit Spitzenzündung. Die Masseverbindung ist entscheidend für eine sicheres Aufbringen der Gewindebolzen verantwortlich. Eine Lösung mit Doppelmasse an der Pistole gewährleistet einen optimalen Spannungsfluss. Beachten Sie unbedingt, nach ca. 15 Min. bildet sich eine Oxidschicht die erneut entfernt werden muss.
Nachdem das Alublech aufgeheizt ist und die Gewindebolzen aufgebracht sind, wird die Beule zurückverformt. Dies geschieht mit dem Strong-, Easy- oder Leverpuller, im Gegensatz zum Stahlblech, vom Beulenzentrum zum Rand hin. Nur so lassen sich unnötige Verspannungen vermeiden, diese sind nachträglich kaum aufzulösen. Aluminium hat im Unterschied zu Stahl keinen Memory Effekt und erhält seine Stärke erst durch die Umformung.
Ist die Beschädigung weitestgehend zurück in Form gebracht, werden die letzten Korrekturen am Alublech gemacht. Dies geschieht erneut unter Einbringung von Hitze und Verwendung spezieller Ausbeulwerkzeuge, die keine Stahloberfläche haben. Holzhämmer und verschiedene Kunststoffwerkzeuge sind hierzu sehr gut geeignet. Das Endresultat wird nach Abkühlung der Reparaturstelle kontrolliert.